Warum brechen so viele Auszubildende in der Pflege ab?
Schätzungen und Forschungsergebnisse (Fuchs et al. 2025) legen nahe, dass die Abbruchquote von Auszubildenden in der Pflege bei mindestens 25 bis 35 % liegt. Ein entscheidender Grund sei der sogenannte "Theorie-Praxisschock”. Das bedeutet, dass die Erwartungen der Auszubildenden an die Ausbildung im Alltag oft nicht erfüllt werden. Unzufriedenheiten betreffen den Studien folgend häufig:
- Die mangelnde Übereinstimmung von Theorie und Praxis
- Die Bewertung des Lernorts Praxis
- Das Verhältnis zu Pflegefachpersonen
Diese Aspekte liegen im direkten Einflussbereich der Pflegeeinrichtungen – und können gezielt verbessert werden.
Praxisanleitungen als Schlüssel zur erfolgreichen Ausbildung
Praxisanleitungen spielen eine zentrale Rolle in der praktischen Ausbildung und beruflichen Sozialisation. Damit sie ihre Aufgaben erfolgreich wahrnehmen können, benötigen sie:
- Angemessene Rahmenbedingungen
- Ausreichende Befugnisse
- Passende Kompetenzen
Die Pflegeeinrichtungen müssen dafür sorgen, dass Praxisanleitungen eigenverantwortlich arbeiten können und Auszubildende sich auf ihren Ausbildungserfolg konzentrieren dürfen. Dazu gehören vor allem funktionierende Kommunikationsstrukturen, ausreichend Zeit und Freiräume.
Kompetenzen der Praxisanleitungen: Mehr als nur Fachwissen
Praxisanleitende sind nicht nur Wissensvermittler – sie gestalten aktiv den Wandel im Pflegeberuf mit. Sie müssen Auszubildende auf künftige Herausforderungen in einem sich verändernden Berufsumfeld vorbereiten. Neben fundierter Fachkompetenz benötigen sie vor allem:
- Personale Kompetenzen zur Reflexion von Vergangenem, Gegenwart und Zukunft
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Die Fähigkeit, Perspektivwechsel vorzunehmen, insbesondere angesichts diverser Generationen, Kulturen und Lebenswelten in der Pflege.
Weiterbildung als Basis für nachhaltigen Erfolg
Die Weiterbildung für Praxisanleitungen ist anspruchsvoll und mit 300 Stunden knapp bemessen. Sie bildet lediglich die Basis. Darüber hinaus sind kontinuierliche Fortbildungen und vor allem selbstorganisiertes sowie informelles Lernen im Arbeitsalltag unverzichtbar, um die eigene Handlungssicherheit und pädagogische Kompetenz weiterzuentwickeln.
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